Liebe Gemeinde,

Wir feiern wieder Gottesdienste unter Beachtung eines Schutzkonzeptes. Dazu gehört das Tragen von Gesichtsmasken, des Halten eines Abstands von 1,5 m voneinander, das Desinfizieren bzw. Waschen der Hände, die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 34, der Verzicht auf Gesang und Abendmahl und die Erfassung der persönlichen Daten. Die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 34 gleichen wir dadurch aus, dass wir zwei Gottesdienste hintereinander feiern. Wir hören Anfragen von einzelnen Menschen aus unserer Gemeinde: „Muss das denn sein? Können wir das eine oder andere nicht sein lassen?“ Doch die Schutzmaßnahmen sind sinnvoll und müssen sein, wie sich ja diese Woche gezeigt hat, als sich über 40 Menschen bei einem Gottesdienst angesteckt haben. Die Maßnahmen des Schutzkonzeptes bedeuten eine deutliche Beeinträchtigung, doch wir legen großen Wert darauf, dass sich niemand im Gottesdienst mit dem Coronavirus ansteckt. Trotzdem möchten wir die Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, bitten zu bedenken, ob sie wirklich an einem Gottesdienst teilnehmen wollen. Ein gewisses Ansteckungsrisiko lässt sich nicht ausschließen, doch wir wollen auch keinem Vorschriften machen. Für diejenigen, die vorerst lieber zu Hause bleiben, wird es parallel zu den Gottesdiensten weiter ein Onlineangebot auf der Seite unserer Kirchengemeinde geben.

Wir hören auch die Anfragen, wann es wieder Veranstaltungen mit Gemeindegruppen geben wird. Da bitten wir noch um etwas Geduld. Zum einen haben die Überlegungen zu einem Hygienekonzept ergeben, dass grundsätzlich eine Veranstaltung pro Tag mit höchstens 15-16 Personen unter Berücksichtigung eines Hygienekonzeptes möglich ist. Zum anderen schließt aber die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland normale Gemeindeveranstaltungen noch aus. Es ist damit zu rechnen, dass es in den nächsten Wochen weitere Öffnungen geben wird.

Als Kirchengemeinde möchten wir den Menschen gerade in der Krise nahe sein und ihnen zur Seite stehen. Wir sehen deutlich die Not mancher Menschen. Ein normales Kirchenleben, nach dem wir uns sehnen, wird aber nur möglich sein, wenn die Krise bewältigt wird. Dazu gehört, dass auch wir dazu beitragen, dass sich die Zahlen der Neuinfektionen verringern. So möchten wir alle um Geduld und Einsicht bitten, dass Einschränkungen zur Zeit leider notwendig sind.

Herzliche Grüße
Bernd Stollewerk